16. März 2012

Aufgrund Zeitmangels, Bocklosigkeit und zu viel Spaß des Reisenden
musste dieser Blog leider eingestellt werden!

— Sorry for the inconvenience! —

21. Februar 2012

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Auf Wiedersehen, schönes Neuseeland – danke für die super Zeit!

Northland

17. Februar 2012

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Als Northland wird die gesamte Region nördlich von Auckland bezeichnet – unendliche, weiße Sandstrände und Riesenbäume prägen die Landschaft.
Nach Whangarei und Paihia zog ich nach Ahipara in die “Endless Summer Lodge”, wohl eines der schönsten Hostels Neuseelands direkt am Strand. Drei Tage verbrachte ich dort mit Boogie-Boarden, Sonnenbaden und einfach nur Entspannen. Natürlich stand auch Cape Reinga, IMG_2147 2 kleinNeuseelands nördlichster Leuchtturm, auf meiner Sightseeing-Liste.
Die berühmten Kauribäume vollendeten schließlich besagte Liste – nachdem ich diese riesigen Giganten mit ihren bis zu 53m Höhe und 16m Stammdurchmesser besichtigt hatte, habe ich alles gesehen, was ich auf meinem NZ-Trip sehen wollte.
Von Richard, einem Maori, zum Nachtfischen eingeladen, stand ich nachts um 3 Uhr auf und stand die kommenden drei Stunden mit 4 weiteren Maoris auf dem Hafenpier und zog einen nach dem anderen Fisch aus dem Wasser. Sie waren zwar nicht riesig, ca 25 gefangene Fische für’s erste Mal Angeln war aber nicht allzu übel. Die zwei größten Fische nahm ich mit und teilte sie brüderlich mit drei anderen Deutschen im Hostel. War das ein Fest!
Ich habe mir schließlich noch Dolphin-Watching in der Bay of Islands gegönnt. Dem Special von 30% Preisnachlass konnte ich einfach nicht wiederstehen und es hatte sich definitiv gelohnt.
Danach ging es zurück nach Auckland, wo ich die letzten Nächte von Ed, meinem weitgereisten, gebildeten und vierten Couchsurf-Host aufgenommen und in meinem Organisationskram kräftigt unterstützt wurde – bis schließlich mein Flug am 21. Februar Neuseeland verließ und nach Melbourne, Australien, aufbrach!

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Raglan

10. Februar 2012

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Ein weiteres Mal von Paule getrennt zog ich weiter in Neuseelands Surferparadies Raglan. Zwei Nächte verbrachte ich dort bei Leon, meinem vierten Couchsurf-Host.
Leon ist wie ein großer Bruder zu Raglans Jugend, sein Haus immer offen und voll. Wieder einmal wurde ich von Gastfreundschaft überhäuft: wir waren in den Hot Pools, genossen Filme und Leon’s Kochkünste.
Er ist wirklich der netteste Neuseeländer, den ich bisher getroffen hab’ – und die Messlatte lag bereits seeeehr hoch!

Tongariro Crossing

8. Februar 2012

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In Turangi traf ich mich ein weiteres Mal mit Paule, um zusammen das Tongariro Crossing zu wandern. Tongariro National Park ist überhäuft mit aktiven Vulkanen und der Drehort von Mordor.
IMG_1900 2 kleinJa, meine lieben kleinen Herr-der-Ringe-Fans, den Schicksalsberg gibt es wirklich – er sieht haargenauso aus wie im Film und kann sogar bestiegen werden!
Der Track ist sehr wetterabhängig und oft von Wolken durchhangen, wir erwischten glücklicherweise einen der seltenen sonnigen Tage. Die Sonne ließ jedoch zu schnell unsere Wasservorräte dahinschmelzen und der Track verwandelte sich zunehmend in ein durstiges Dahinschlurfen – wir fühlten uns wirklich wie Frodo und Sam auf dem Weg durch Mordor: man beachte Paule als Ringträger-Hobbit auf dem Schicksalsberg. Achja, den bestiegen wir übrigens auch: es gibt keinen Weg, man muss dort auf allen Vieren die lose Vulkanasche hochkraxeln und rutscht bei der Steigung immer wieder ab.

Nach gut 1 1/2 Std oben angekommen wird man mit einer gigantischen Aussicht belohnt. Wir konnten sogar Mt Taranaki in 350 km Entfernung sehen, dessen Anblick mir in New Plymouth 10 km entfernt verwehrt blieb.

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Umso höher wir kamen, desto wärmer wurden die Steine, oben am Krater dampfte es aus Schwefellöchern. Innerhalb von 20 Minuten kann man wie auf Skiern die Vulkanasche wieder ‘runterrutschen und darauf hoffen, sich dabei nicht den Knöchel zu brechen.

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Wir mussten unseren ShuttleBus erwischen und standen leicht unter Zeitdruck, worunter meine Beine ziemlich litten; ich sitze hier drei Tage danach, schreibe diesen Blog und habe immer noch Schmerzen. Das Crossing war der anstrengendste, jedoch auch der absolut beste Track hier in Neuseeland.

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Nachdem wir ohne Knöchelbruch erfolgreich den Schicksalssberg runtergesurft sind, erwarteten uns bunte Schwefelseen, rote Vulkankrater und gigantsiche Aussichten auf Lake Taupo und seine Inseln.
Schlussendlich erwischten wir noch minutengenau unseren Bus und konnten nachts seeeehr gut schlafen!

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Wellington

6. Februar 2012

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Ein viertes Mal zurück in Neuseelands Hauptstadt, ein drittes Mal zurück zu meinem Couchsurf-Host Brian. Brian ist 62 und nimmt jeden Couchsurfer auf, bis das letzte Fleckchen seiner kleinen Wohnung besetzt ist – Luftmatratzen überall. Diesmal waren wir zu 12. Er verköstigt seine Gäste mit köstlichen Abendessen und ist einfach “bloody awesome”.
Dieses Wochenende waren die Rugby Sevens in Wellington, ein Rugby-Turnier zwischen sämtlichen Rugby-Nationen der Welt kompakt in einem Wochenende. Die gesamte Innenstadt ist gesperrt und sämtliche Feierwütige versammeln sich kostümiert in den Straßen, Pubs und Clubs und feiern Fasching.
Wir Couchsurfer verpassten wohl die Straßenfete, der Club ließ uns mit seiner Electro-Musik einfach nicht mehr los. Früh um halb sechs holte uns Brian schließlich ab und brachte uns nach Hause.
Ich hab in Brians “Mitchell Street Academy” einige richtig tolle Leute kennengelernt und werde Brian und seinen göttlichen Apple Pie sehr vermissen.

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New Plymouth

3. Februar 2012

Nach einer weiteren Nacht Couchsurfing in Wellington nahm ich den Bus nach New Plymouth, um dort Mt Taranaki zu sehen.

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Schon bei der Hinfahrt begann es zu regnen und vom Berg war lediglich der Fuß unter der Wolkendecke zu erahnen. So sollte es auch die weiteren zwei Tage bleiben, die ich in der Stadt verbrachte. Die Stadt ist mehrfach als Neuseelands Stadt mit dem höchsten Lebensstandard ausgezeichnet und ist mit all seinen Art Galleries, Museen und Parks einfach richtig gemütlich. Ich verbrachte also die Tage hauptsächlich im und um’s Hostel mit einem Schweizer, Kanadier und einer Schwedin. Wir spielten eine superaufregend ermüdende Runde ScotlandYard und sahen glücklicherweise noch das “festival of lights” im Park am letzten Abend.
Danach ging es ein weiteres Mal die sechs Stunden mit dem Bus zurück nach Wellington!

 

Marian & Gordon

30. Januar 2012

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Von Gay – natürlich wegen meiner überragend supertollen Arbeit – empfohlen durfte ich das Wochenende bei Freunden von ihr wohnen und ihnen ein wenig im Garten helfen. Schon die ganze Woche war ich darauf aus, da ich bereits wusste, dass Gordon einige spaßige Spielsachen in seiner Garage stehen hat:
er ist professioneller Tontaubenschütze, besitzt eine ansehnliche Sammlung verschiedenster Gewehre und Pistolen – und natürlich hat er neben seinem Superquad und seinem Riesenboot einen eigenen Helikopter in der Garage!

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Entschuldigt meine durchdringende Begeisterung, aber es war wirklich ein Wochenende im Luxus. Ich musste ca. 1 1/2 Std/Tag Unkrautzupfen und wurde dafür mit Lamm und Hummer gefüttert. Ich hab mit der Shotgun (9200$, er hatte ca. 30 davon) Tontauben zu Staub zerschossen, durfte mit seiner Magnum .44 Metalltonnen durchlöchern. Und natürlich konnte Gordon mich nicht davonziehen lassen, ohne mich in seinem Helikopter ‘rumzufliegen und mir Rehe und Wildpfaue zu zeigen.
Ich kann mich nur wiederholen:
Hach – sie sind so nett, die Kiwis!

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Gay

27. Januar 2012

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Wieder zurück auf die Nordinsel und nach drei Tagen in Wellington von meinem zweiten Couchsurfing-Host ab zu meinem dritten WWOOF-Host. Klingt kompliziert, ist nicht so.
Gay (58) führt genauso wie Juanita alleine ein Bed&Breakfast. Diesmal fühle ich mich jedoch von Anfang an willkommen und der fehlende Strand vor’m Gartentürchen wird durch Whirlpool und IMG_1503 2 kleinLuxusunterkunft wettgemacht.
Der Haken bei der Sache: anstatt der normalen 4 Std/Tag musste ich dort 6 – 7 Std arbeiten – und diesmal nicht nur ein wenig Unkrautzupfen. Mir haben Muskeln wehgetan, die ich nie zuvor gespürt habe, und noch eine Woche später hab ich mir die letzten Dornen aus meiner Hand gezogen.
Die Arbeit war jedoch “gut für meine Fitness und Muskeln” (Zitat Gay) und mit einem kühlen Bier im Pool danach ließ es sich leben. Zu guter Letzt saßen wir zwei jeden Abend mit dem Essen auf der Couch und haben zwei DVDs (die sie täglich zugeschickt bekommt?!) geschaut.
Auch ein paar neue Freunde hab’ ich auf der RidgewoodFarm gefunden: Raj der Pfau und ich waren ziemlich dicke miteinander – er kam mich mehrmals täglich auf der Terrasse besuchen, um seinen Luxustoast bei mir abzuholen – und das Charakterhuhn Georgi verfolgte mich auf Schritt und Tritt.
Die Woche war richtig gut, um mal wieder meine Batterien aufladen und gutes Essen (nicht nur Backpackerpasta jeden Abend) genießen zu können.
Ich hoffe wirklich, dass Gay mich im Herbst auf ihrer Europareise besuchen kommt und ich mich ein wenig bei ihr revanchieren kann!

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Roots Festival

15. Januar 2012

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Eigentlich wollte ich einfach nur noch einmal Claudi und Paule wiedersehen, ich wäre sonst nie auf die Idee gekommen, auf das Festival zu gehen. Andererseits hab’ ich bereits vorher großen Gefallen an einigen neuseeländischen Bands gefunden und war sehr erfreut, sie auf der Festivalliste wiederzufinden.

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Die Festivalmusik besteht aus einer bunten Mischung aus Reggea, Funk und DubStep. Das Wort “Festival” ist jedoch für deutsche Verhältnisse wohl deutlich übertrieben; es war eher eine kleine Ansammlung von Neuseelands Südinsel-Hippies. 
Short description: Wolkenloser Himmel, Zugang zum Strand und einfach Super-Musik. Und natürlich eine dichte Rauchwolke über der Hippie-Menge!
Ich hatte allerdings einen bösen Super-Sonnenstich am Nachmittag; mir war kotzübel, bekam Schüttelfrost bei 30°C und hatte Kopfschmerzen zum Heulen – der eingeschmuggelte Wein verstärkte ihn wohl ein wenig. Ich verpasste also ein paar Bands, schlief zwei Stunden meinen Sonnenstich-Rausch aus und stürzte mich am frühen Abend wieder frisch und ausgeruht ins Geschehen.

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Die Bands wurden besser und besser, um 11 Uhr spielte schließlich Salmonella Dub. Dachte schon, es wäre das Highlight und die letzte Band gewesen – bis um 1 Uhr nachts schließlich DubFx auf die Bühne kam und nach einer Stunde noch drei weitere Sänger auf die Bühne holte. Wir tanzten bis 3 Uhr nachts, genossen noch einen späten Burger und fielen erschöpft ins Zelt. Bis 5 Uhr wurde Musik für die wenigen letzten Tanzwütigen gespielt und bereits um 7 Uhr früh starteten die nächsten Bands.
Zu guter Letzt sahen wir dann noch so ganz zufällig Hektordelphine – die kleinste und seltenste Delphinart – ca. 15 m vom Strand entfernt Kunstsprünge vollführen.
Das Wochenende hätte kaum schöner sein können!

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