Abel Tasman Coast Track (1)

14. November 2011

Unser Wassertaxi war für 9 Uhr gebucht und sollte uns nach Totaranui (Karte) bringen, von wo wir den Coast Track innerhalb der kommenden vier Tage zurück nach Marahau wandern wollten. 20 vor 9 standen Abel Tasman Mapwir am Water Taxi Office und packten unsere letzten Sachen ein. Ich zog meine Schuhe an, machte den Kofferraumdeckel wegen des Regens wieder zu und merkte, dass noch Robins Sachen, das Toastbrot und Schlafsäcke in dem verschlossenen Kofferraum lagen – nebst Schlüssel! Super Sache, Vincent – gut gemacht! Ich packte also schnell einige Klamotten von mir für’n Robin mit ein, kaufte noch ü berteuerten Toast für 5,20$ und lieh einen Schlafsack für drei Nächte für weitere 30$. Nun gut, das Taxi wartet nicht; um das verschlossene Auto muss nach dem Trip gekümmert werden. Blöd nur, dass mir auf dem Boot einfiel, dass auch mein Schlafsack und die Isomatten noch im Auto und nicht schon im Rucksack lagen. Das kann ja heiter werden!
Wir kamen schließlich hochmotiviert in Totaranui an, gingen jedoch nicht gleich Richtung Süden, sondern wanderten noch ein Stück weiter bis zur Anapai-Bay (Karte), wo es uns zum ersten Mal die Sprache verschlug, weil es so wunderschön dort war. Ein Strand wie aus dem Bilderbuch mit Muscheln, komischen Vögeln und einer Robbe, die durchs Wasser jagte.

panorama abel tasman 1 klein
 
Auf dem Weg zu unserem Campingplatz in der Waiharakeke-Bay kamen wir durch drei weitere Buchten – eine schöner als die andere. Als es jedoch ans Abendessen-Machen ging, kam das nächste Problem: der Toast (der aufgrund seines stolzen Preises von 5,20$ feinster Bio-Trüffel-Toast aus Frankreich sein musste) war weg! Es standen drei mögliche Szenarien im Raum: entweder wir vergaßen ihn in einer der Buchten, er ist uns während des Wanderns aus dem Rucksack gefallen oder aber der gierige Scheiß-Vogel (der schon sämtliches anderes Zeug zu klauen versuchte) hat ihn sich geschnappt.
Das Abendessen fiel spärlich aus und ohne die Nudeln und Fertigsuppen, die wir von zwei Schweden geschenkt bekamen, hätten wir nicht einmal für die nächsten zwei – geschweige denn drei – Tage genug zu essen gehabt.
Als es schließlich darum ging, wie wir am besten die Nacht mit zwei Schlafsäcken überstehen würden – wir beschlossen, uns zu dritt ein Zwei-Mann-Zelt zu teilen (nein, nicht in der Löffelchen-Stellung) – bemerkte ich zu guter Letzt, dass meine Jacke fehlt und wahrscheinlich noch in Totaranui liegt.

IMG_7833 klein

Noch einmal eine Kurzfassung des beschissenen Tages:
4 Tages-Trip, 3 Personen, 2 Schlafsäcke, 1 fehlende Jacke, 0 Essen!

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