Golden Bay

21. November 2011

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Eigentlich hatte ich meine Jacke schon längst abgeschrieben, rief aber dennoch beim DOC, dem zuständigen Amt für Neuseelands Nationalparks, an und siehe da: meine Jacke wurde gefunden und abgegeben, ein Ranger würde sie sogar aus dem Nationalpark heraus und nach Takaka ins dortige Office bringen. Takaka ist das größte Dörfchen in der Golden Bay; die Golden Bay wiederum ist ein abgelegenes Tal im Nordwesten der Südinsel und trägt ihren Namen sowohl wegen ihrer goldenen Strände, als auch wegen des kurz aufkeimenden Goldrausches Ende des 19. Jhdts.

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Ich trennte mich also von meinen Kumpanen Robin und “Timo” und trampte nach Takaka, bekam dort meine Jacke wieder und zog weiter Richtung Norden in ein traumhaft schönes Hostel, in dem aus der geplanten einen schließlich vier Nächte wurden. Jonathan und Katie betreiben dort ein urgemütliches altes Haus und einige Cottages, verteilt über das ganze Anwesen. Man kann dort entweder direkt vor der Haustür am Strand entlangschlendern, auf der anderen Seite des Gartens die Berge erklimmen oder einfach auf dem riesigen Spinnennetz, zwischen Bäumen über einen Bach gespannt, relaxen.   
Im Innlet verbrachte ich die Tage und Abende in einer äußerst interessanten Runde bestehend aus einer Studentin, einer französischen Anwältin, einem Werbemanager, einem angehenden Buchautor mit Doktortitel und einem weiblichen israelitischen Armee-Captain. Mein spärlicher Lebenslauf ging da wohl etwas unter.

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Am ersten Tag stand Kajaking auf dem Tagesplan: mit von Jonathan geliehenen Kajaks auf Veras Autodach ging es los zum Awaroa River; von dort aus paddelten wir zusammen mit Jörn, dem Doktor, den Fluss an Wildziegen vorbei bis zu einem netten Picknick-Spot hinauf und nach kurzer Pause schließlich wieder zurück zum Auto. Den Abend verbrachten wir zu dritt im populären Mussel’s Inn, einer Art Kultkneipe für die Kiwis mit selbstgebrautem Bier, Live-Music und großem Lagerfeuer im Garten. Drei verschiedene DJ’s legten wirklich verrücktes Zeug auf und sämtliche Kiwis fingen an, wie in Trance wild rumzuhüpfen; als Tanzen konnte man das beim besten Willen nicht mehr bezeichnen!
Bierfazit: Ingwer-Bier top, Chili-Bier flop!

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Am zweiten Tag fuhr ich mit einem von Jonathans Mountainbikes zum nördlichsten Punkt der Südinsel und wanderte dort den vom Wharariki Beach zum Farewell Spit verlaufenden Hill Top Walk, der mich direkt an den Kalkklippen entlang durch sämtliche Schafherden führte. Von dort hatte man einen grandiosen Blick über Farewell Spit, einer 30km langen Sanddüne, die ins Meer hineinragt, ständig weiterwächst und des Öfteren Wale stranden lässt – 1991 ereignete sich hier die größte Massenstrandung seit Menschengedenken: 325 Wale wuden hierbei gezählt.

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Am letzten Tag blieb mir aufgrund des 2-Tage-Regens nichts anderes übrig, als den gesamten Montag mit Lesen, Blog-Schreiben und Routeplanen zu verbringen.
Schweren Herzens trennte ich mich schließlich am Morgen darauf wieder von Jonathan, Katie und ihrem kleinen Paradies!

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Eine Antwort to “Golden Bay”

  1. Christian Hanel said

    Ich weiß nicht, aber das Schaf erinnert mich an die ehemalige 9b.

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