Greenstone & Caples Track

21. Dezember 2011

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Es gibt nur die Sackgasse von Te Anau nach Milford Sound Village, d.h. um wenigstens ein klein wenig vom Fjordland und seiner einzigartigen Naturpracht sehen zu können, muss man seinen Hintern bewegen und wandern gehen. An Wandertracks mangelt es dort jedoch kaum: der Milford Track ist weltberühmt, jedoch auch schon mindestens ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht. Wenn man dort keinen Hüttenplatz mehr ergattert, kann man auf den Routeburn, Kepler oder Hollyford Track ausweichen, doch selbst diese sind meist Wochen vorher ausgebucht. Wir entschieden uns daher kurzfristig für die kostengünstigere Variante: den Greenstone und Caples Track.
65 km – 4 Tagesetappen von 7 bis 25 km pro Tag.

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Diesmal hatten wir genügend Schlafsäcke und Toastbrot dabei, außerdem waren Hütten gebucht und wir mussten nicht zelten. Trotzdem waren die Nächte recht ungemütlich und schlaflos, die Tage jedoch traumhaft schön und warm.

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Die ersten drei führten uns im flachen Greenstone-Tal abwechselnd durch Steppe, Sumpf und verwunschenen Zauberwald, der vierte und letzte Tag hatte es dann jedoch in sich: 4 bis 5 Stunden lang ging es nur bergauf über Stock und Stein. Das hatte nichts mehr mit Wandern zu tun, es kam eher Treppensteigen gleich – und das mit unseren fetten Rucksäcken auf dem Rücken! Die Plackerei hatte sich jedoch gelohnt; auf dem Bergsattel angekommen hatten wir einen gigantischen Ausblick auf die umliegenden Schneegipfel und Bergseen.

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Am ersten Abend lernten wir zudem Thorsten kennen, einen Deutschen mit exakt dem selben Wander-Zeit-Plan, und verbrachten die übrigen Tage mit ihm – immer den Gedanken im Hinterkopf, er könne uns nach dem Wandertrip in seinem Auto mit zurück nach Milford nehmen und uns das hitchhiking ersparen.
Gedacht – getan: er nahm uns mit zurück zum Hostel, am nächsten Tag sogar die vollen 300 km raus aus der Fjordland-Sackgasse und schenkte uns zu guter Letzt noch Nüsse, Äpfel, Bier und Wein, “da sein Flieger in 2 Tagen ging und er das ja eh schon in seine Reisekasse eingeplant hätte”. Wir hatten so viel Spaß mit ihm, toller Typ!
Falls du das hier lesen solltest, Thorsten: Danke für alles – ich hätte mal wieder Lust auf ‘ne Runde Jungle Speed!

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